Mongolchuud Germand, Mongolei, INFO PORTAL Lange Nacht der Museen
Оруулсан admin Огноо August 06 2015 06:45:07

Mongolische Kunst in Pankow


Die mongolische Botschaft beteiligt sich mit einer Sonderausstellung an der Langen Nacht der Museen in Berlin





Zur Langen Nacht der Museen am 29.08.2015 präsentiert die mongolische Botschaft in Berlin „Modern Transformations – New Identities“. Die Ausstellung zeigt bis zum 25.09.2015 einen Einblick in die zeitgenössische mongolische Kunst. Die vollständige Ausstellung ist zurzeit auf der internationalen Kunstausstellung NordArt 2015 in Schleswig-Holstein in einem Länderpavillon zu sehen. Gemälde, Fotografien, Videos und Skulpturen von 33 Künstlerinnen und Künstlern zeigen die beeindruckende Bandbreite und Dynamik der in Europa weitgehend unbekannten Kunstszene.


In Berlin zeigt der in Münster arbeitende Künstler Gan-Erdene Tsend seine Werke. Vor der Kulisse der mongolischen Steppe schafft Tsend Bilder mit atmosphärischer Dichte und lyrischer Farbigkeit, in denen nicht nur seine Erinnerungen, Herkunft und Identität zu schweben scheinen. Mit Intensität und Eindringlichkeit führt er dem Betrachter die Naturgewalt seiner Heimat vor Augen. Die Stille und Ruhe der Szenen, das Sein in der unberührten Natur, die scheinbare Unendlichkeit, dargestellt mit impressionistischen Farbspielen machen die magnetische Anziehungskraft seiner Bilder aus. Die tiefe und weite Landschaft wird zum Seelenraum, zum Spiegel der menschlichen Empfindung.


Seine Spiegelungsserie ist intimer und wendet sich dem Menschen als Subjekt zu: Ein jeder vereint in sich zwei verschiedene Leben: Ein wirkliches und ein ideales Leben, welches in Gedanken, Fantasie und Erinnerung des Menschen stattfindet. Gan-Erdene konstruiert die Spiegelung des zweiten Lebens in seinen Bildern als Ort der Erinnerung bzw. der inneren, geistigen Vorstellungswelt, und schafft damit neue Identitäten.


Mit der Installation „Auf dem Rücken“ dringt Tsend in neues künstlerisches Territorium vor. An durchsichtigen Fäden befestigt hängen die Steigbügel in leicht unterschiedlichen Höhen herunter. Auf den Flächen der Steigbügel hat der Künstler Holzpüppchen, Zinnsoldaten oder Kinderspielzeug in kleinen Arrangements inszeniert. So entstehen kleine Miniatur-Welten, die Geschichte und Geschichten erzählen: mal fröhlich, kitschig und ironisch, mal bedrohlich und mit politischen Akzenten versehen. Klangvolle, fast meditative Effekte entstehen, wenn die Steigbügel durch einen Ventilator in Bewegung geraten und sich einander sanft berühren. Tsend symbolisiert damit kulturelle Tradition und das politische und wirtschaftliche Geschehen seines Heimatlandes. Geboren 1979 in der Mongolei, lebt und arbeitet er in Münster. Er studierte an der Mongolischen Universität für Künste und Kultur in Ulaanbaatar und an der Kunstakademie Münster. Tsend hat zahlreich national und international ausgestellt.


Ein Rahmenprogramm mit Musik, Gesprächen und einer Filmpremiere gibt Einblick in die mongolische Kultur und Kunstszene. Außerdem können traditionelle mongolische Spezialitäten probiert werden. Die Ausstellung wird von Seiner Exzellenz Tsolmon Bolor, Botschafter der Mongolei in Deutschland, gemeinsam mit den Kuratoren Wolfgang Gramm (NordArt) und Oyuntuya Oyunjargal eröffnet. 


Ausstellung: 30.08. – 25.09.2015 I Geöffnet Do-Sa. 11-18 Uhr und nach Vereinbarung unter 01704147595 oder office@nordart-mongolianart.de
Adresse: Botschaft der Mongolei | Dietzgenstraße 31 | 13156 Berlin





Weitere Informationen unter www.lange-nacht-der-museen.de & www.nordart-mongolianart.de
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Mongolische Kunst in Pankow


Die mongolische Botschaft beteiligt sich mit einer Sonderausstellung an der Langen Nacht der Museen in Berlin





Zur Langen Nacht der Museen am 29.08.2015 präsentiert die mongolische Botschaft in Berlin „Modern Transformations – New Identities“. Die Ausstellung zeigt bis zum 25.09.2015 einen Einblick in die zeitgenössische mongolische Kunst. Die vollständige Ausstellung ist zurzeit auf der internationalen Kunstausstellung NordArt 2015 in Schleswig-Holstein in einem Länderpavillon zu sehen. Gemälde, Fotografien, Videos und Skulpturen von 33 Künstlerinnen und Künstlern zeigen die beeindruckende Bandbreite und Dynamik der in Europa weitgehend unbekannten Kunstszene.


In Berlin zeigt der in Münster arbeitende Künstler Gan-Erdene Tsend seine Werke. Vor der Kulisse der mongolischen Steppe schafft Tsend Bilder mit atmosphärischer Dichte und lyrischer Farbigkeit, in denen nicht nur seine Erinnerungen, Herkunft und Identität zu schweben scheinen. Mit Intensität und Eindringlichkeit führt er dem Betrachter die Naturgewalt seiner Heimat vor Augen. Die Stille und Ruhe der Szenen, das Sein in der unberührten Natur, die scheinbare Unendlichkeit, dargestellt mit impressionistischen Farbspielen machen die magnetische Anziehungskraft seiner Bilder aus. Die tiefe und weite Landschaft wird zum Seelenraum, zum Spiegel der menschlichen Empfindung.


Seine Spiegelungsserie ist intimer und wendet sich dem Menschen als Subjekt zu: Ein jeder vereint in sich zwei verschiedene Leben: Ein wirkliches und ein ideales Leben, welches in Gedanken, Fantasie und Erinnerung des Menschen stattfindet. Gan-Erdene konstruiert die Spiegelung des zweiten Lebens in seinen Bildern als Ort der Erinnerung bzw. der inneren, geistigen Vorstellungswelt, und schafft damit neue Identitäten.


Mit der Installation „Auf dem Rücken“ dringt Tsend in neues künstlerisches Territorium vor. An durchsichtigen Fäden befestigt hängen die Steigbügel in leicht unterschiedlichen Höhen herunter. Auf den Flächen der Steigbügel hat der Künstler Holzpüppchen, Zinnsoldaten oder Kinderspielzeug in kleinen Arrangements inszeniert. So entstehen kleine Miniatur-Welten, die Geschichte und Geschichten erzählen: mal fröhlich, kitschig und ironisch, mal bedrohlich und mit politischen Akzenten versehen. Klangvolle, fast meditative Effekte entstehen, wenn die Steigbügel durch einen Ventilator in Bewegung geraten und sich einander sanft berühren. Tsend symbolisiert damit kulturelle Tradition und das politische und wirtschaftliche Geschehen seines Heimatlandes. Geboren 1979 in der Mongolei, lebt und arbeitet er in Münster. Er studierte an der Mongolischen Universität für Künste und Kultur in Ulaanbaatar und an der Kunstakademie Münster. Tsend hat zahlreich national und international ausgestellt.


Ein Rahmenprogramm mit Musik, Gesprächen und einer Filmpremiere gibt Einblick in die mongolische Kultur und Kunstszene. Außerdem können traditionelle mongolische Spezialitäten probiert werden. Die Ausstellung wird von Seiner Exzellenz Tsolmon Bolor, Botschafter der Mongolei in Deutschland, gemeinsam mit den Kuratoren Wolfgang Gramm (NordArt) und Oyuntuya Oyunjargal eröffnet. 


Ausstellung: 30.08. – 25.09.2015 I Geöffnet Do-Sa. 11-18 Uhr und nach Vereinbarung unter 01704147595 oder office@nordart-mongolianart.de
Adresse: Botschaft der Mongolei | Dietzgenstraße 31 | 13156 Berlin





Weitere Informationen unter www.lange-nacht-der-museen.de & www.nordart-mongolianart.de